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  • Grundstück teilen und verkaufen: Grundstücksteilung als Strategie zur Wertsteigerung

    Grundstück teilen und verkaufen: Grundstücksteilung als Strategie zur Wertsteigerung

    Ihr Grundstück ist groß, der Garten wird kaum noch genutzt? Dann steckt darin oft ungenutztes Kapital. Viele Eigentümer in Köln, Düsseldorf und im Bergischen Land sitzen auf einer Baureserve, ohne es zu wissen.

    Wer sein Grundstück teilen und verkaufen möchte, kann den Erlös deutlich steigern. Denn zwei baureife Grundstücke erzielen häufig mehr als ein übergroßes Grundstück. Käufer zahlen vor allem für Baurecht, nicht für Rasenfläche.

    In diesem Beitrag zeigen wir, wann sich eine Grundstücksteilung lohnt und wie sie abläuft. Dr. Vossieck begleitet solche Vorhaben mit 40 Jahren Erfahrung als Bauingenieur – von der ersten Prüfung bis zum Verkauf.

    Grundstück teilen und verkaufen: Warum sich das lohnen kann

    Luftaufnahme geteilter und erschlossener Baugrundstücke mit neuer Erschließungsstraße – Grundstücksteilung zur Wertsteigerung - Quelle: Unsplash (Lizenz: Unsplash License)
    Grundstücksteilung – Quelle: Unsplash (Foto: Iain)

    Baugrundstücke sind in den Städten entlang des Rheins knapp. Gefragt sind vor allem kompakte Grundstücke für ein Einfamilienhaus oder Doppelhaus. Sehr große Grundstücke sprechen dagegen nur wenige Käufer an.

    Die Teilung löst dieses Problem. Sie schaffen aus einer großen Fläche zwei oder mehr marktgängige Einheiten. So erreichen Sie mehr Käufer und bessere Preise.

    Typische Ausgangslagen

    • Großer Garten hinter einem Bestandshaus, der eine zweite Bebauung erlaubt.
    • Breites Grundstück an der Straße, das sich in zwei Bauplätze aufteilen lässt.
    • Erbengrundstück, bei dem jeder Erbe einen eigenen Teil verwerten möchte.
    • Eckgrundstück mit zwei Straßenseiten und damit zwei möglichen Zufahrten.

    Voraussetzungen: Was vor der Grundstücksteilung geprüft wird

    Nicht jedes Grundstück lässt sich sinnvoll teilen. Entscheidend ist, ob auf dem neuen Teil tatsächlich gebaut werden darf. Diese Punkte prüfen wir zuerst:

    • Baurecht: Gilt ein Bebauungsplan? Oder richtet sich die Bebauung nach der Umgebung (§ 34 BauGB)?
    • Erschließung: Hat der neue Teil eine gesicherte Zufahrt sowie Anschluss an Kanal, Wasser und Strom?
    • Abstandsflächen: Hält das Bestandshaus nach der Teilung die vorgeschriebenen Abstände weiter ein?
    • Stellplätze und Zufahrt: Bleiben für beide Grundstücke genug Stellplätze erhalten?
    • Rechte und Lasten: Bestehen Wegerechte, Leitungsrechte oder Baulasten im Grundbuch und Baulastenverzeichnis?

    Gerade bei Abstandsflächen, Zufahrten und Leitungen zählt technisches Wissen. Als Bauingenieur erkennt Dr. Vossieck früh, ob eine Teilung genehmigungsfähig ist. Das spart teure Umwege.

    Die Bauvoranfrage schafft Sicherheit

    Bei Zweifeln empfehlen wir eine Bauvoranfrage (Vorbescheid). Das Bauamt beantwortet damit verbindlich, ob auf dem neuen Teil gebaut werden darf. Mit diesem Bescheid verkaufen Sie ein Grundstück mit geklärter Bebaubarkeit.

    Vermesser mit Tachymeter auf Stativ bei der Grundstücksvermessung vor einer Grundstücksteilung - Quelle: Unsplash (Lizenz: Unsplash License)
    Grundstück vermessen – Quelle: Unsplash (Foto: Scott Blake)

    Ablauf: So wird aus einem Grundstück zwei

    1. Erstberatung und Ortstermin: Wir sehen uns Grundstück, Bestand und Umgebung an.
    2. Unterlagen prüfen: Grundbuch, Flurkarte, Bebauungsplan und Baulastenverzeichnis.
    3. Teilungskonzept: Wir legen fest, wo die neue Grenze sinnvoll verläuft.
    4. Baurecht klären: Bei Bedarf stellen wir eine Bauvoranfrage beim Bauamt.
    5. Vermessung: Ein Vermessungsingenieur oder das Katasteramt bildet die neuen Flurstücke.
    6. Grundbuch: Die Teilung wird im Grundbuch eingetragen, meist zusammen mit dem Notar.
    7. Vermarktung: Wir verkaufen das neue Baugrundstück oder beide Teile getrennt.

    Ob die Gemeinde eine eigene Teilungsgenehmigung verlangt, hängt vom Einzelfall ab. Das klären wir vorab mit dem zuständigen Amt. So vermeiden Sie Überraschungen im Notartermin.

    Praxisbeispiel (vereinfacht)

    Ein Ehepaar aus Bergisch Gladbach besitzt ein Grundstück mit 1.100 m². Das Haus steht vorne an der Straße. Dahinter liegt ein großer, kaum genutzter Garten.

    Wir prüfen zuerst das Baurecht. Einen Bebauungsplan gibt es nicht, die Umgebung ist aber dicht bebaut. Eine Bauvoranfrage bestätigt: Im Garten ist ein Einfamilienhaus zulässig.

    Nach der Vermessung entstehen zwei Grundstücke: 550 m² mit dem Bestandshaus und 550 m² als Baugrundstück. Die Zufahrt wird über einen Streifen am Rand gesichert.

    Das Ergebnis: Das Paar verkauft das neue Baugrundstück und bleibt im eigenen Haus. Alternativ lassen sich beide Teile getrennt verkaufen. Das bringt oft mehr als ein Gesamtverkauf.

    Hinweis: Das Beispiel dient der Veranschaulichung. Ob sich eine Teilung lohnt, zeigt nur die Prüfung im Einzelfall.

    Kosten und Stolpersteine realistisch einplanen

    Eine Teilung kostet Geld und Zeit. Typisch sind Kosten für Vermessung, Bauvoranfrage, Notar und Grundbuch. Hinzu kommen unter Umständen neue Hausanschlüsse.

    Achten Sie außerdem auf die steuerliche Seite. Wird ein abgeteilter Gartenteil innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf verkauft, kann Einkommensteuer anfallen. Klären Sie das bitte vorab mit Ihrem Steuerberater.

    Sie sind unsicher, ob Teilen oder Entwickeln besser ist? Lesen Sie auch Grundstück verkaufen oder entwickeln? Gehört das Grundstück mehreren Erben, hilft unser Beitrag Erbengemeinschaft: Grundstück verkaufen ohne Streit.

    Häufige Fragen zur Grundstücksteilung

    Wie lange dauert es, ein Grundstück zu teilen?

    Das hängt vom Bauamt und vom Vermessungstermin ab. Mit Bauvoranfrage sollten Sie mehrere Monate einplanen.

    Darf ich mein Grundstück einfach teilen?

    Eine Teilung ist grundsätzlich möglich. Sie darf aber keine baurechtswidrigen Zustände schaffen, etwa bei Abständen oder Zufahrt. Das prüfen wir vorab.

    Muss ich vor dem Verkauf selbst vermessen lassen?

    Nicht zwingend. Für einen klaren Preis und einen reibungslosen Verkauf ist eine abgeschlossene Vermessung aber meist von Vorteil.

    Kann ich das Bestandshaus behalten und nur den Garten verkaufen?

    Ja, das ist ein häufiger Fall. Wichtig ist, dass Ihr Haus nach der Teilung alle Vorgaben weiter erfüllt.

    Was kostet eine Erstberatung bei Ihnen?

    Sprechen Sie uns an. Im ersten Gespräch klären wir unverbindlich, ob sich eine Teilung für Ihr Grundstück lohnt.

    Große Gartenfläche mit Zaun in einer Wohnsiedlung – mögliche Baureserve für eine Grundstücksteilung - Quelle: Unsplash (Lizenz: Unsplash License)
    Grundstück teilen und verkaufen – Quelle: Unsplash (Foto: Marko Lengyel)

    Fazit: Mehr Wert durch eine durchdachte Teilung

    Ein großes Grundstück ist oft mehr wert, als es auf den ersten Blick scheint. Mit einer sauber geplanten Grundstücksteilung machen Sie ungenutzte Fläche zu Bauland. Dr. Vossieck verbindet dabei 40 Jahre Erfahrung als Bauingenieur mit Marktkenntnis in Köln, Düsseldorf und dem Bergischen Land.

    Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welches Potenzial in Ihrem Grundstück steckt. Wir beraten Sie unverbindlich und vertraulich.

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